Das hätten wir geklärt!

Meine Coiffeuse sah mich neulich erst mit grossen Augen an und lachte dann laut los, als ich ihr beim Abschied erklärte, dass ich nun in die Kläranlage gehe. Sie meinte, das sei ja richtig schade um die schöne Frisur. So richtig in die Kläranlage hinein ging ich natürlich nicht, sondern ich nahm an der Stabsübergabe an den neuen Verwaltungsratspräsidenten und den neuen Direktor der ara region bern ag teil.

Die Stabsübergabe fand draussen auf dem Firmengelände statt – einem beinahe lauschigen, parkähnlichen Ort. Und während der Veranstaltung räumte ich rasch mit ein paar falschen Vorstellungen auf: Die arabern stinkt nicht. Zudem beschränkt sie sich nicht auf das blosse Reinigen des Abwassers, sie tut viel mehr. Um es kurz zu formulieren: Was wir tagtäglich mit der WC-Spülung auf eine weite Reise schicken, endet schliesslich als Biogas im Bus von Bernmobil. Aus einer reinen Abwasserreinigungsanlage hat sich ein Energielieferant entwickelt – eine Erfolgsgeschichte.

Meine Neugierde war geweckt und ich informierte mich. Zwischen Rechen und Vorklärung durchläuft das Abwasser einen hochkomplexen Durchgang, der am Schluss im Abluft-Filter endet. Das ausgeklügelte System dieser Filter ist dafür verantwortlich, dass eben nichts stinkt. Dazwischen entsteht „nebenbei“ Biogas, das ins öffentliche Erdgasnetz eingespiesen wird, wo auch die Busse von Bernmobil Gas tanken. Mit dem eingespiesenen Gasvolumen könnten rund 7‘000 Fahrzeuge pro Jahr 15’000 km weit fahren. Umgerechnet entspricht dies einem Energiegehalt von 15‘000 Liter Dieselöl pro Tag.

Fazit: Der Anlass in der arabern hat auch bei mir einiges "geklärt" und Spuren im positiven Sinne hinterlassen. Ich will nun Genaueres zum gesamten Prozess wissen und ein Rundgang durch die Anlage ist geplant.

Besichtigungen sind übrigens für alle buchbar (mind. 10 Teilnehmende)
Broschüre

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