Die Freiheitsstatue

Die Freiheitsstatue, in Gold – bei einer gemütlichen Tasse Kaffee entdeckte ich sie auf einem Dorfplatz in Saint-Cyr-sur-Mer.

Mit ihren 2,5 Metern ist sie zwar gerade nur so gross wie ein Finger ihrer "grossen Schwester", die seit 1885 in Manhatten steht. Dem Reiseführer entnahm ich dann, dass sie eine von sechs Original-Kopien in Frankreich sei, der Sockel ist mit der Inschrift von Frédéric Auguste Bartholdi versehen. Da ich in den Ferien Zeit für vertiefte Lektüre hatte, ging ich der Sache etwas auf den Grund: In Frankreich stehen gut 40 Freiheitsstatuen in unterschiedlichsten Formen und Farben. Sie alle stehen für Freiheit, einer der Grundwerte der Demokratie.

Dort wo die "grosse Schwester" an die Freiheit erinnert, hat sich die Lage rund um die Regierung in den letzten Tagen und Wochen auf eine neue Ebene begeben. Ende September erklärte Nancy Pelosi, dass gegen Präsident Trump ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden soll. Die Medien haben darüber berichtet, doch aus Distanz ist es schwer nachvollziehbar, was im fernen Amerika wirklich vor sich geht. Neben Reiseführer - und vielen Krimis – bestand meine Ferienlektüre deshalb auch in den angenehm kurzen und empfehlenswerten Texten der amerikanischen Historikerin Heather Cox Richardson.

Eine weitere Sicht auf das Land der "unbegrenzten Möglichkeiten" erhoffe ich mir vom Talk mit dem Könizer Max Akermann, seines Zeichens Radiojournalist und ehemaliger Korrespondent in den USA und Osteuropa. Der von der Journalistin Katharina Kilchenmann moderierte Talk findet im Rahmen der beliebten «Fünfliber-Anlässe» im Könizer Gemeindehaus statt. Ich kann den Anlass bestens empfehlen.

Talk mit Max Akermann
Donnerstag, 31. Oktober 2019
19.30 Uhr, Lichthof Gemeindehaus Köniz, Landorfstrasse 1
Eintritt Fr. 5.-
Vorverkauf ab 14.10.2019, Empfang Gemeindehaus Köniz
Reservation: info@nospam-koeniz.ch, T 031 970 91 11

PS: Die Freiheitsstatue von Saint-Cyr-sur-Mer hat übrigens eine bewegte Vergangenheit: Als Ende der 1980er Jahre im Nachbarort La Ciotat die grosse Werft geschlossen wurde, nahmen die Streikenden sie für eine Weile in Geiselhaft, um so auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

 

 

 

 

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