Es ist geschafft!

Seit Januar gab es zwei fixe Daten in meinem Kalender: der 24. September und dann der 22. Oktober. Als er da war, dieser so oft herbeigesehnte 22. Oktober, wurden die letzten Stunden lang, denn nach der zehnmonatigen Kampagne gab es kurz vor dem Zieleinlauf nichts mehr zu tun. Das war ein eigenartiges Gefühl. Umso schöner dann aber das Resultat: Ich freue mich sehr, ab 1. Januar Gemeindepräsidentin von Köniz zu sein.

 

Die Zeit nach der Wahl war auf eine schöne Art turbulent: Mein Handy kam nicht zur Ruhe, der Pöschteler brachte täglich Gratulationskarten und im Hause Berlinger waren die Blumenvasen dauerbesetzt. Dass das so ein könnte – das traf mich nicht unvorbereitet. Dass aber die (mir unbekannte) Sitznachbarin im Bus meinte, es sei eine Ehre, neben der neuen Gemeindepräsidentin zu sitzen oder dass sogar Bundesrat Berset einen Brief schrieb, das sind ganz besondere Erinnerungen.

Jetzt gilt es aber, die Aufmerksamkeit von meiner Person wegzunehmen und sie auf meine Arbeit als Gemeindepräsidentin zu richten. Nach der Wahl sagte ich in einem Interview, ich werde die Akzente anders setzen als mein Vorgänger. Nicht die grossen Veränderungen oder Umwälzungen sind mein Ziel, denn ich meinte es sehr ernst, als ich während meiner Kampagne immer wieder betonte, dass Köniz eine gute Gemeinde sei. Mein Ziel ist es, dass dies für alle so bleibt. Deshalb muss der Akzent wieder auf eine sozialere Politik gelegt werden. Innovativ müssen wir wieder vermehrt dort sein, wo es den Schwächeren in unserer Gesellschaft hilft, die keine Lobby und keine laute Stimme haben.

Akzente setzte in den letzten zehn Monaten auch dieser Wahlblog. Nicht nur mir, sondern auch unseren Kandidierenden fürs Gemeinderat- und Gemeindeparlament gab er eine Stimme. Eine Stimme, die Sie, liebe Leserinnen und Leser aufnahmen. Dass wir unseren WählerInnen-Anteil auf Parlamentsebene um 2% steigern konnten und das Gemeindepräsidium zurückeroberten, ist ein starkes Zeichen. Dafür danke ich Ihnen!

Köniz kann mehr – packen wir es an!

Herzlich,
Annemarie Berlinger-Staub

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