Gipfelstürmerinnen

Erholung finde ich vor allem in der Natur. Die letzten Monate hielt ich mich in meiner Freizeit natürlich hauptsächlich in Köniz auf. Die flächenmässige Grösse der Gemeinde machte es mir einfach: selbst längere Wanderungen auf ausgeschilderten Wanderwegen sind hier möglich. Und manchmal geht es ganz zünftig steil nach oben!

Neulich überschritt ich jedoch gerade an jenem «Berg», der den Namen unserer Gemeinde trägt, die Gemeindegrenze und machte dabei eine hübsche Entdeckung: Der Gipfel des Könizbergwaldes ist mit einer kleinen Tafel gekennzeichnet und dort hat es, in einer alten Militärgamelle vor Wind und Wetter geschützt, ein Gipfelbuch. Dass ich rein zufälligerweise bereits dessen zweiten Band eröffnen durfte, freute mich sehr. Den ersten Band kann ich als Lektüre wärmstens empfehlen. Die Einträge sind originell und zum Teil berührend.

«Emilie, 8 Wochen, 1. Gipfel» schrieb ein – sicherlich stolzer - Elternteil, worauf jemand ergänzte: «Wir gratulieren!»
Der Niederbipper Schriftsteller Gerhard Meier wurde zitiert: «Kübelpalmen träumen von Oasen».
Oder besinnlich: «Hugo würde heute 100-jährig - ihm hätte es hier gut gefallen.»

Wo genau sich der Gipfel des Könizbergs befindet, sei hier nicht verraten. Nur so viel: Die breiten, ausgetretenen Pfade müssen verlassen werden, ein bisschen durchs Dickicht geht es schon. Und noch ein Tipp: Vom Gipfel sieht man durch eine Schneise genau auf das Berner Münster. Nach dem Gipfelsturm und dem Eintrag ins Gipfelbuch also unbedingt noch die Aussicht geniessen!

Teilen: