The tallest oak in the forest was once just a nut that held its ground

Über „meine“ Eiche, die ich jeden Tag in der Eichmatt in Schliern sehe, habe ich hier bereits früher geschrieben. Auf dem Weg hinunter ins Liebefeld ans Podium des Liebefeld Leists dachte ich neulich: Dieser wunderschöne, stolze Baum hat schon viele Gemeindepräsidenten kommen und gehen sehen!

 

Die Eiche ist mein Symbol für Köniz und hat aus diesem Grund auch auf dem Ortsplan der SP und meinen Wahlflyern Platz gefunden. Es gibt das schöne englische Sprichwort: „The tallest oak in the forest was once just a nut that held it’s ground“. Was sinngemäss bedeutet, dass auch die grösste Eiche im Wald mal eine kleine Eichel war, die sich nicht unterkriegen liess. Wobei „nut“ ja auch noch etwas anderes bedeuten kann: Spinnerin! Verrückte! Das gefällt mir. Heisst es doch, dass es also auch eine Portion Verrücktheit braucht, wenn eine Idee im Kleinen beginnt und wir uns davon nicht abbringen lassen.

Es fällt leicht, da Parallelen zu meiner Aufgabe als Gemeindepräsidentin von Köniz zu sehen: Vieles ist schon gross und gefestigt. Es wird die nächsten Jahre problemlos überdauern und daran braucht nicht gerüttelt zu werden. Ich denke da beispielsweise die Wasserversorgung und die Schulstandorte der Unterstufe. Dem bringe ich Respekt entgegen. Doch da wachsen die kleinen, verrückten Triebe nach. Die gilt es auch zu beachten. Ja, wir müssen schauen, dass wir ihnen genug Raum zugestehen, damit sie, wenn sie nicht lockerlassen, dereinst gross, und stark werden können. Als Thömu Binggeli mit 17 während der Ferienabwesenheit seiner Eltern alle Schafe verkaufte und im Stall die erste Werkstatt einrichtete, da dachte niemand an den Stromer, den er 2008 lancierte und auf dem dann sogar Leonardo DiCaprio durch New Yorks Strassen radelte.

Der Ortsplan wurde Ihnen in den letzten Tagen zugestellt. Nehmen Sie ihn doch zur Hand!
Haben Sie sie schon gefunden, „meine“ Eiche in der Eichmatt?

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