Wie geit’s?

«Wie geit’s?» Diese Begrüssung ist geläufig. Mag sein, dass es sich oft um eine Floskel handelt, trotzdem zeigt sie, wie wichtig uns allen die Gesundheit letztendlich ist. Und erst, wenn’s irgendwo zwickt oder uns eine Erkältung plagt, merken wir, dass Einbussen im persönlichen Wohlbefinden oft mit einem gravierenden Verlust an Lebensqualität verbunden sind: Einkaufen wird anstrengend, wir überlegen uns zweimal, ob wir den Konzertbesuch nicht absagen wollen, oder der Spaziergang wird kürzer.

Die Rolle einer Gemeinde im Bereich der Gesundheit ist nicht sofort augenfällig, denn die Zuständigkeiten zu den Institutionen im Gesundheitsbereich – etwa der Spitäler – liegen beim Kanton. Doch in vielen Bereichen stosse ich in meinem Alltag als Gemeindepräsidentin immer wieder auf den gesundheitspolitischen Aspekt: Vom öffentlichen Verkehr über das Sportangebot bis hin zur Raumplanung stellt sich die Frage, ob dies dem Menschen guttue, ob er sich dabei wohlfühle.

Dies gilt auch für das Förderprogramm «Fuss-Velo-Köniz», worüber das Parlament am 18. März 2019 entscheidet. Im Zentrum steht hier der Verkehr, denn gemäss Prognose nimmt der Gesamtverkehr bis 2030 um 27% zu. Dies ist nur zu bewältigen, wenn kurze Strecken zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Was einerseits Investitionen in die Fuss- und Radwege bedingt. Und andererseits müssen die Menschen motiviert werden, sich wieder vermehrt zu Fuss und per Velo fortzubewegen.

Es gilt zu bedenken: Fast zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung bewegen sich kaum oder deutlich unter den Mindestempfehlungen und bei Kindern und Jugendlichen ist die Velonutzung abnehmend. Deshalb ist es aus meiner Sicht Aufgabe der Gemeinde, neben Fuss- und Velowegen ein Umfeld zu schaffen, das zur Bewegung anregt und so das körperliche und psychische Wohlbefinden ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken. Köniz steht diesbezüglich nicht schlecht da: 115km Wanderwege und diverse Bikerrouten können im eigenen Tempo und (theoretisch!) rund um die Uhr genutzt werden. Denn es muss ja weder ein Marathon noch eine mehrstündige Bergtour sein, um die körperliche Aktivität zu steigern!

Die Parlamentssitzungen sind öffentlich. Hier finden Sie alle Unterlagen zur Sitzung vom 18. März 2019.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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